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Aktuelle öffentliche Veranstaltungen

Hier finden Sie das aktuelle Programm der öffentlichen Veranstaltungen in der Reithalle.


08.05.2010 - 12.05.2010

BIENNALE MÜNCHEN 2010 präsentiert ... Amazonas - Musi ...

16.10.2010 - 17.10.2010

FAIRENA ... Erste Fairena-M ...


08.05.2010 bis 12.05.2010

BIENNALE MÜNCHEN 2010 präsentiert


Amazonas - Musiktheater in drei Akten

Musik: Klaus Schedl, Tato Taborda
Konzeption: Laymert Garcia dos Santos, Peter Weibel
Inszenierung: Michael Scheidl
Medien: Peter Weibel, José Wagner Garcia
Beratung: Davi Kopenawa (Schamane), Bruce Albert (Anthropologe)

Kompositionsauftrag der Landeshauptstadt München

Eine Produktion der Münchener Biennale – Internationales Festival für neues Musiktheater
mit den Partnern:
Zentrum für Kunst und Medientechnologie – ZKM | Karlsruhe
Goethe-Institut München und São Paulo
SESC São Paulo
Teatro Nacional de Sao Carlos, Lissabon
Netzzeit, Wien
Petrobras Forschungszentrum CENPES, Sonderprogramm Cognitus
HAY – Yanomami-Organisation Hutukara
Brasilianisches Kulturministerium

Die Multimediaoper ist Teil des weltweiten Schwerpunkts "Kultur und Klimawandel" des Goethe-Instituts.
Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

Premiere: 8. Mai 2010, Reithalle (Folgeaufführungen: 9.-12. Mai 2010)

In einer außergewöhnlichen Verbindung von Musiktheater, Technologie und Wissenschaft soll eine Multimedia-Oper die Welt des Amazonas und die Bedrohung ihrer einzigartigen Ressourcen beleuchten. Um die Relevanz des Themas zu betonen, sind ein umfangreiches pädagogisches Vermittlungsprogramm, Publikationen und ein Internetportal integrale Bestandteile des Opernprojekts. Die künstlerische Produktion des Projekts orientiert sich hierfür am neuesten Stand der Forschung. Dabei versteht es die Zusammenarbeit mit den indigenen Gruppen, die in Amazonien leben, als einen Dialog zwischen Zeitgenossen. Die Uraufführung der Multimedia-Oper ist bei der 12. Münchener Biennale 2010 vorgesehen.
Was Peter Sloterdijk in einem ersten Arbeitstreffen 2006 den „amazonischen Schmerz”, die Angst vor einem drohenden Verlust nannte, wird zur Geschichte der Oper. Ihr Protagonist ist der Regenwald. Eine Stimme verleihen ihm die Yanomami, eines der letzten großen indigenen Völker Südamerikas. Die Verbindung von indigener Kosmologie und wissenschaftlich-technischer Weltsicht erlaubt einen neuen Blick auf alle mit dem Amazonas verbundenen Themen: Artenvielfalt, Brandrodung und Völkermord sowie der Klimawandel spielen eine herausragende Rolle, die mit der Oper angesprochen werden sollen. Der Amazonas, seit Jahrtausenden bevölkert, erhält eine Dimension jenseits einer bloßen Ressource. Hierdurch wird insbesondere die Wechselwirkung zwischen Natur und Kultur hervorgehoben.

Deutsche und brasilianische Experten und Künstler arbeiten intensiv zusammen, so die Komponisten Klaus Schedl (München) und Tato Taborda (Rio de Janeiro), die Medienkünstler Peter Weibel (Karlsruhe) und José Wagner Garcia (São Paulo), der Schamane Davi Kopenawa Yanomami (Watoriki) und der Anthropologe Bruce Albert (Paris/ São Paulo).
Konzeptionell federführend sind der Soziologe Laymert Garcia dos Santos (São Paulo) und der Medientheoretiker Peter Weibel (Karlsruhe). Die szenische Realisierung von Akt 1 und Akt 2 übernimmt Michael Scheidl (Wien), die von Akt 3 das ZKM (Karlsruhe).


Klaus Schedl, geboren 1966, studierte 1991-96 Komposition bei Hans Jürgen von Bose in Salzburg und München. 1993 gründete er das Münchener Ensemble für Neue Musik piano possibile. 1997-99 lehrte er als Dozent für Analyse, Kompositionstechniken und Computermusik an den Konservatorien in Coimbra und Viseu (Portugal). Er erhielt zahlreiche Stipendien und Preise u.a. den Kompositionspreis der Stadt Detmold, das Förderstipendium der GEMA-Stiftung, und das Stipendium der Cité Internationale des Arts in Paris (2001). 1999–2001 lebte er in London, dann in Paris, wo er am IRCAM studierte. Seit dieser Zeit beschäftigt er sich intensiv mit der Weiterentwicklung der Elektronischen Musik. 2000 war er Teilnehmer bei der ICMC (international computer music conference) in Berlin und am IRCAM– und das Musiktheater. Seine Oper Tod der Hasen gelangte 2000 im Münchner Prinzregententheater zur Uraufführung, 2002 entstand sein elektrisches Singspiel suchmaschinen im lichtleeren meer für fünf Taxis, sieben Sängerinnen und einen Maschinisten, 2004 Quaresma – eine akustische Vermessung einer Kirche, 2006 wurde seine Projekt city scan bei der Münchener Biennale verwirklicht, 2007 wurde das elektrische Singspiel Die letzte Träne Gottes / Mithras auf dem Königsplatz und in der Musikhochschule München aufgeführt.

Tato Taborda, geboren 1960 in Curitiba, Brasilien. Er studierte bei H.J. Koellreutter, Esther Scliar und - im Rahmen der Cursos Latinoamericanos de Musica Contemporanea zwischen 1978 und 1989 - bei Helmut Lachenmann, Gordon Mumma, Dieter Schnebel, Oscar Bazan, Cergio Prudencio und Coriun Aharonian. Seit 1988 Studien bei R. Murray Schafer. 1980 gründete Taborda das Ensemble Juntos-Musica Nova, mit dem er zahlreiche lateinamerikanische Komponisten der neuen Generation aufführte. Als Komponist wie auch als Interpret nahm er an verschiedenen internationalen Festivals für zeitgenössische Musik teil, daneben organisierte er Konzerte und Soundscape events in Brasilien. Taborda, der auch Theatermusik komponiert, arbeitete mit internationalen Theatergruppen, u.a. Mabou Mines in New York, zusammen. Er ist Koordinator des Audio Nutricion Laboratory in der Escola de Musica Villa-Lobos in Rio de Janeiro, welches sich der Erforschung und Verfeinerung von Hörprozessen und der Wahrnehmung und Verbesserung städtischer Klanglandschaften widmet.



16.10.2010 bis 17.10.2010

FAIRENA


Erste Fairena-Messe für fairen Handel und Nachhaltigkeit in München

Premiere in München: Vom 16. bis 17. Oktober 2010 findet in der Reithalle München zum ersten Mal die Öko- und Fair-Trade-Messe "Fairena" statt. Aussteller können dort Produkte, die aus fairem Handel stammen bzw. ökologisch produziert wurden, und Dienstleistungen aus dem nachhaltigen Bereich präsentieren. Die Messe richtet sich sowohl an Firmen, die ökologische Waren herstellen bzw. vertreiben möchten, als auch an Endverbraucher, die umweltfreundliche und fair produzierte Waren bevorzugen. Der Eintritt ist für alle Besucher frei. Aussteller können sich ab sofort anmelden.

"Die Nachfrage nach ökologisch und fair produzierten Waren steigt bei Unternehmen und Endverbrauchern kontinuierlich an. Daher haben wir uns entschlossen, die erste Fairena-Messe in München zu initiieren und Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren", erklärt der "Fairena"-Organisator Peter Brudna.
Kernthemen der Ausstellung sind Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Energiesparen und das umweltbewusste Leben mit ökologischen Waren und Dienstleistungen. Daher präsentieren die Aussteller z.B. Naturtextilien bzw. -kosmetik, Fair-Trade-Produkte, Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau oder umweltfreundliche Wasch- und Reinigungsmittel. Die Aussteller haben die Möglichkeit, ihre Waren direkt an die Besucher zu verkaufen.

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. "Mit der Reithalle München haben wir einen tollen Messestandort gefunden, der für Aussteller und Besucher sehr gut zu erreichen ist", betont Brudna. Die Veranstaltung soll bundesweit über das Internet beworben werden. Hierfür wurde eine Homepage eingerichtet, die unter www.fairena-messe.org zu erreichen ist. Des Weiteren sollen Flyer und Poster auf die Veranstaltung hinweisen.

Unternehmen, die sich auf der Messe präsentieren möchten, können sich noch auf der Homepage (unter dem Menu-Punkt „Messeblocks buchen“) anmelden und einen Stand buchen. Des Weiteren informiert die Homepage über Öffnungszeiten und Anfahrtswege.

Für Fragen steht Ihnen Organisator Peter Brudna gerne zur Verfügung: www.fairena-messe.org



 

 

 
 

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